Über mich

Mein Name ist Sabrina und ich bin in Ilmenau in Thüringen geboren. Im Jahr 2002 hat es mich aus beruflichen Gründen nach Ulm verschlagen und ich habe mir hier mein Leben aufgebaut. Es dauerte ein paar Jahre bis ich mich ganz bewusst für meinen ersten eigenen Hund entschieden habe. Das Umfeld und die Gegebenheiten sollten einfach perfekt sein. So zog im Dezember 2006 mein erster Hund ein und ich machte es mir nicht ganz einfach, denn ich entschied mich für einen Shar Pei. Der Shar Pei ist eine sehr alte Rasse die für viele Zwecke genutzt wurde, als Jagd- und Wachhund auf den kleinen Dörfern. Sie waren fast ausgestorben, denn in ihrem Ursprungsland China ist der Hund nicht ein Teil der Familie, so wie es bei uns der Fall ist. Die charakterlichen Eigenschaften fand ich klasse, liebevoll, eigenständig, auf eine Person bezogen, kann Jagdtrieb haben und stur sein. Ich bekam das volle Programm … stur, eigensinnig aber auf der anderen Seite sehr sensibel. Ihr Name war Sumi, eine cremefarbene Hündin. Sie hatte Jagdtrieb und ständige gesundheitliche Probleme, was uns den Anfang sehr schwer machte. Wir brauchten zwei Jahre bis wir als Team zusammen gewachsen sind. 
Im Nachhinein betrachtet war sie ein sehr guter Lehrer und das beste Beispiel für „so funktioniert es nicht“. Ich musste in vielen Dingen meine Einstellung ändern und habe sehr viel von ihr gelernt.
Dann passierte etwas Schreckliches. Endlich als ich dachte, dass wir zwei unseren Weg gefunden haben, verstarb sie in einer Routine OP an Herzversagen mit nur 4 ½ Jahren. Das war für mich ein sehr schlimmes Erlebnis und ich brauchte lange bis ich überhaupt wieder an einen eigenen Hund denken konnte.

Diesmal dachte ich, dass ich alles richtig mache und suchte mir einen Shar Pei Züchter mit jahrelanger Erfahrung und Kenntnissen über diese Rasse. Ich durfte von Anfang an alles miterleben und so kam es, dass im April 2012 Zazou zu mir kam. Eine chokofarbene Shar Pei Hündin. Sie war von Anfang an anders, neugierig, aufgeschlossen, lernwillig und das wichtigste, sie war gesund. So konnten wir gut durchstarten und waren eigentlich vom ersten Tag ein super Team.
Ich besuchte mir ihr die Welpenschule, Sozialisierung war mir das wichtigste, da diese Rasse durch ihr Erscheinungsbild oft Probleme mit anderen Hunden haben. Zazou war in jeder Gruppe der Star und kam mit allen Hunden zurecht. Manche Hunde beäugen sie erstmal kritisch, nach dem Motto „wie sieht die denn aus“, aber wenn sie sie mal kennengelernt haben, finden die meisten sie voll toll. Sie hat einfach Charme. 
Da sie für die Rasse außergewöhnlich lernfähig ist, hab ich das immer gefördert und wir haben ziemlich schnell mit Mantrailing angefangen. Später kam Hooper’s Agility dazu und mittlerweile lässt sie sich für vieles begeistern, solange es Spaß macht und in ihrem Rahmen abläuft. Hauptsache es hält sich die Waage. Am glücklichsten ist Zazou, wenn sie „einfach Hund sein darf“, denn der Hundesport ist wohl eher mein Hobby ;-) 

Nachdem ich die ganzen Jahre mit der Rasse Shar Pei meine eigenen Erfahrungen sammeln durfte, war ich zwischendurch manchmal sehr enttäuscht, dass mir gerade bei meiner ersten Hündin viele Trainer gar nicht helfen konnten. Entweder man kannte die Rasse nicht oder man gab zu schnell auf. „Die kann das nicht“, „Die ist dumm“ oder „Die macht das eh nicht“ waren Standard-Sprüche die mir gesagt wurden. Das machte mich sehr traurig, schließlich wollte ich ja, abgesehen von unseren Problemen, was lernen. Ja sie ticken anders, aber ansonsten sind sie erstmal Hunde, wie alle anderen Rassen auch. Oft wurden wir an den Rand gestellt, zum Zuschauen, weil wir nicht ins Schema F passten.
So begann ich immer mehr mich mit dem Thema Hund zu beschäftigen, sei es theoretisch oder auf Seminaren um mein Wissen zu erweitern und auch im Privatleben drehte sich eigentlich alles nur noch um die Hunde. Bei vielen Freunden bin ich der Notfall Kontakt, wenn man mal ein Familienfest hat und der Hund nicht mit darf. Ich gehe wahnsinnig gern laufen, ob mit dem eigenen Hund oder ein paar mehr…Es macht mir einfach Spaß. 
In den letzten Jahren wuchs somit der Wunsch immer mehr, sich noch mehr mit ihnen zu beschäftigen und vor allem Hundebesitzern zu helfen, die nicht mehr weiter wissen.